Do-It-Yourself - Selber Einbau
Luft-Luft-Wärmepumpe
Es gibt ja jetzt die ersten R290 Luft-Luft-Wärmepumpen (Klimaanlagen), die das moderne und wenig klimaschädliche Propan (R290) als Kältemittel einsetzen.
In dem Artikel heißt es:
"Jetzt kommen besonders interessante Produkte auf den Markt, die für sehr niedrige Außentemperaturen geeignet sind (bei Klimageräten ist das nicht selbstverständlich) und die mit R290 (=Propan) auf das modernste Kältemittel setzen. R290 ist im Gegensatz zu alternativen Kältemitteln so wenig klimaschädlich, dass für die Installation kein Kältemittelschein vorausgesetzt wird. Mit anderen Worten: Eine solche Heizung kann man einfach selbst installieren." (aus den oben genannten Chip-Artikel)
Videos zur Installation findet ihr auch hier:
Das hört sich doch vielversprechend an!
Solche R290 Klimaanlangen gibt es schon für 1000-1500€.
Gemäß der Videos ist der Einbau nicht allzu kompliziert.
Ich glaube, solche R290-Klimanlagen sind eine gute Ergänzung zur konventionellen Heizung und erlauben es in der Übergangszeit zu heizen. Wenn es dann wirklich kalt ist, dann kann ja die existierende Gasheizung hinzugeschaltet werden. Aber auch das spart fossile Brennstoffe. Das Kosten/Nutzen Verhältnis ist doch ideal.
Und zudem könnt ihr im Sommer damit kühlen und den "überschüssigen" Photovoltaik-Strom "vom Netz nehmen". Oder ihr nutzt den selber erzeugten Photovoltaik Strom.
Und ... meine Klimaanlage braucht gar nicht so viel Strom. Auf meinem Leistungsmessgerät stehen so 200Watt. Und damit kann ich mein EG kühlen und vor allem entfeuchten, das heißt die Schüle aus der Luft nehmen.
Zum Thema R290 als Kältermittel, siehe z.B.
https://www.bosch-homecomfort.com/de/de/wohngebaeude/wissen/heizungsratgeber/waermepumpe/propan-waermepumpe/
Und wer sich für den Kältemittelkreislauf interessiert und wissen möchte, warum R290 höhere Vorlauftemperaturen möglich macht:
R290 ist also nur ein "anderes Kältemittel", welches in erprobter und bewährter Hardware eingesetzt wird. Kein großer Unterschied. Ob hier höhere Preise gerechtfertigt sind?
Hybrid Lösungen
Noch ein schönes Video zum Vorteil von "Hybrid Lösungen", das heißt der Nutzung aus fossiler Heizung und Wärmepumpe, zeigt der "Akku Doktor Andreas Schmitz.
Auch hier gilt "klein anfangen" und "einfach mal machen".
Der Weg, wie im Video beschrieben, ist für viele sinnvoll, da mit kleinen Investitionen schon große CO2-Einsparungen möglich sind.
Und der Vorteil der Klimaanlagen ist ja auch: Sie können im Sommer kühlen und entfeuchten!
Und dieser Vorteil ist nicht zu unterschätzen.
Gerade die Entfeuchtung der Luft ist schon ein großer Komfortgewinn. Die Schwüle im Haus verschwindet und die warme Luft wird erträglicher.
Ja, Klimaanlagen brauchen auch Strom, aber so viel ist das gar nicht.
Und mit einem kleinen Balkonkraftwerk lässt sich zur Mittagszeit dieser Strom auch einfach selbst erzeugen!
Meine erste Wärmepumpe
Hallo,
ich wollte mal wieder berichten, was es bei mir Neues gibt.
Ich bin bisher nicht bereit 30.000 Euro für eine Wärmepumpe auszugeben. Selbst mit Förderung sind das noch 20.000 Euro. Das ist zu viel. Ich habe also nach einer preisgünstigen Lösung gesucht.
Ein Problem ist auch, dass in den SÜBA-Häusern eine Einrohr Heizungs-Anlage verlegt ist. Ich bekam die Info, dass Wärmepumpe nicht bei Einrohrsystem funktioniert. Das stimmt so nicht, aber das Problem ist der "verpflichtende hydraulische Abgleich, der durchgeführt werden MUSS. Und das klappt bei Einrohrsystemen nicht.
Ich hab mir also jetzt erst mal eine "große Klimaanlage" einbauen lassen mit 5kW Heizleistung. Und ich muss sagen, da klappt gut!
Die Heizung heizt gut und auch ziemlich leise. Die Wärme verteilt sich über das offene Treppenhaus. Das ist erst mal eine pragmatische Lösung für wenige tausend Euro. Und im Sommer kann ich mit der Anlage auch kühlen, was auch viel Wert ist.
Für die Übergangszeit ist das also eine gute Lösung.
Für die kalten Tage hab ich noch meine Gasheizung, die ich dann mal kurzfristig anmache. (Ergänzung: Der Gasanschluss ist inzwischen abgemeldet!)
Das nächste Projekt ist es eine preisgünstige Monoblock-Wärmepumpe selber zu installieren. Die einfachen "Monoblöcke" gibt es schon für 3000 Euro. Ich werde eine solche Anlage direkt an die Heizung anschließen. Das sollte funktionieren, da ich schon Heizkörperventile getauscht hatte und auch Heizkörper.
Für die Warmwasserbereitung werde ich entweder auf eine dezentrale Lösung und eine einfache Brauchwasserwärmepumpe umsteigen.
Also, dass sind meine Pläne und ich würde mich dazu gerne mal austauschen.
Meine ersten Erfahrungen findet ihr in meinen Beiträgen in der nebenan-Gruppe:
Posts
Wie "gut" ist eine Klimaanlage?
Ich habe mal mit einfachen Mitteln den COP meiner Klimaanlage bestimmt.
dazu habe ich die Ausströmgeschwindigkeiten gemessen. Nicht nur an einem Punkt, sondern den gesamten Ausströmbereich. Über die mittlere Ausströmgeschwindigkeit und die Temperaturerhöhung und die elektrische Leistung habe ich dann den COP "berechnet".
Und der COP einer Klimaanlage steht einem COP einer Luft-Wasser-Wärmepumpe in Nichts nach. Für unsere üblichen Wintertemperaturen ist der COP "so um die 5", was ein sehr guter Wert ist.
Ich wüsste auch nicht warum das anders sein sollte, da die verbaute Technik hier gleichwertig zur "großen Wärmepumpe" ist.
Dennoch habe ich das Gefühl, dass die Klimaanlagen-Wärmepumpen immer schlecht geredet werden.
Und das ist nicht gerechtfertigt. Die Klimaanlagen sind eine gute Alternative!
Lüftunganlage
Eine tolle und sinnvolle Sache ist unsere "kontrollierte Wohnraum Lüftung mit Wärmerückgewinnung".
ABER auch hier: "Weniger ist mehr".
Die Angebote für ein solches System waren zu hoch und zu komplex.
Jeder Raum sollte an das System angeschlossen werden.
Letztendlich habe ich ein "kleines System" eingebaut und nicht alle Räume angeschlossen. Der Luftaustausch findet ja auch über die Türen statt, so wie es auch bei der "Klimaanlage" funktioniert.
Die Kosten mit Selbsteinbau waren dadurch wesentlich geringer.
Eine große und teure Anlage rechnet sich NIE. Die Einsparungen sind hier einfach zu gering und die Kosten zu hoch.
Und wichtig:
Der Betrieb einer solchen Anlage ist auch teuer. Spezielle Luftfilter kosten viel.
Bei mit sind nach ca. 10 Jahren beide Lüfter-Lager ausgeschlagen. Die Lüfter mussten ersetzt werden. Da hier die Kosten enorm hoch waren, habe ich es selber gemacht.
Und ja, Hygiene ist sicher auch ein Thema. Ich habe daher nur Blech-Kanäle (Wickelfalzrohr) verlegt und auf Kunststoffrohre verzichtet.
ALSO:
Die Lüftungsanlage ist unter Komfort-Aspekten SUPER und ich möchte sie nicht mehr missen. Ja, die Anlage spart sicher auch Energie.
Der Betrieb und Wartung einer solchen Anlage ist aber auch aufwändig. Die Einsparungen werden hier schnell aufgefressen.
Noch ein Tipp:
Verwendet eine spezielle, getrennte "Luftfilterbox" für Filterung der Zuluft.
In diese Luftfilterbox passen "Standard-Filter", die häufig deutlich preisgünstiger sind als die teuren "Originalfilter" der Hersteller. Ich nutze z.B. eine Vorfilter aus Filterflies. Dieses Filterflies (z.B. G3) gibt es als preisgünstige Meterware, die ich mir dann zurechtschneide.
Nach dem Vorfilter habe ich noch einen Feinfilter, der aber dann auch länger hält.
Die modernen Lüftungs-Anlagen messen den Luftstrom (Volumenstrom) in der Zuluft und Ablauft und steuern die Lüfter entsprechend. Ein "Blower-Door-Test" ist nicht notwendig. Die Anlage erzeugt keinen Überdruck. Es wird soviel Luft abgesaugt wie eingeblasen. Ihr könnt also eine Anlage recht einfach selber einbauen. Die Verrohrung ist einfach ein Stecksystem.
Also ... nur Mut!